Top Zahnarztsoftware 2025: Der ultimative Vergleich für Zahnarztpraxen

Top Zahnarztsoftware 2025: Vergleich & Kaufguide für Zahnarztpraxen
Top Zahnarztsoftware 2025: Vergleich & Kaufguide für Zahnarztpraxen

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Die Digitalisierung hat längst in Zahnarztpraxen Einzug gehalten. Eine leistungsstarke Zahnarztsoftware ist heute nicht mehr wegzudenken – sie bildet das digitale Rückgrat einer jeden modernen Praxis. Doch bei der Vielzahl an Anbietern fällt die Entscheidung für die passende Software oft schwer. Besonders ärgerlich: Viele Hersteller halten ihre Preise unter Verschluss, was einen direkten Vergleich erschwert.

In diesem ausführlichen Ratgeber stellen wir Ihnen alle zertifizierten Dental-Software-Anbieter vor, vergleichen Funktionsumfang, Betriebssystemkompatibilität und geben Einblick in die Preisgestaltung ausgewählter Produkte. Zusätzlich analysieren wir die aktuellen Marktanteile der führenden Anbieter – ein wichtiger Indikator für die Kundenzufriedenheit.

Was eine erstklassige Zahnarztsoftware leisten muss

Die moderne Zahnarztpraxis funktioniert heute als kleines Unternehmen mit durchstrukturierten Prozessen. Eine hochwertige Zahnarztsoftware muss daher weit mehr können als nur Patientendaten verwalten. Sie ist die zentrale Schaltstelle für sämtliche Praxisabläufe.

Grundlegende Anforderungen an moderne Dental-Software:

  1. Effiziente Arbeitsabläufe: Die Software sollte Zeit- und Kostenersparnisse durch optimierte Prozesse ermöglichen.
  2. Benutzerfreundlichkeit: Intuitive Bedienung für das gesamte Praxisteam ist entscheidend.
  3. Patientenorientiertes Terminmanagement: Mit automatischen Erinnerungen und E-Mail-Funktionen.
  4. Umfassende Abrechnungsfunktionen: Unterstützung für Privat- und Kassenabrechnung (DTA, BEMA, GOZ).
  5. Vielseitige Schnittstellen: Kompatibilität mit Röntgengeräten (DVT, OPG, Tubus), Sterilisatoren und weiteren medizinischen Geräten.
  6. Telematik-Integration: Nahtlose Einbindung in die Telematik-Infrastruktur und Kompatibilität mit Kartenlesegeräten.
  7. Zuverlässiger Support: Schnell erreichbarer und kompetenter Kundenservice.
  8. Fremdsoftware-Kompatibilität: Einfache Integration von digitaler Anamnese, Videosprechstunden etc.

Zertifizierungsanforderungen der KZBV

Jede Zahnarztsoftware muss außerdem die strengen Vorgaben der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) erfüllen. Nur so ist eine korrekte Abrechnung gewährleistet. Folgende Module sind Pflicht:

  • Knr12-Modul (Version 5.3)
  • KCH-Abrechnungsmodul (Version 5.1 ab Januar 2022)
  • KBR-Abrechnungsmodul (Version 4.6 ab Januar 2022)
  • KFO-Abrechnungsmodul (Version 5.4 ab Januar 2022)
  • PAR-Abrechnungsmodul (Version 4.2 ab Januar 2022)
  • ZE-Abrechnungsmodul (Version 5.8)
  • Sendemodul (KCH, KBR, KFO, PAR und ZE; Version 2.1 ab Januar 2022)

Welche Software tatsächlich die “beste” ist, kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Marktanteile geben jedoch wertvolle Hinweise auf die allgemeine Zufriedenheit der Anwender. Wichtig: Ein Softwarewechsel sollte wohlüberlegt sein, da er mit Risiken wie Datenverlust verbunden sein kann und die Akzeptanz der Mitarbeiter erfordert.

Die führenden Anbieter im Überblick

Bevor Sie sich für eine Zahnarztsoftware entscheiden, ist es essentiell, die Kompatibilität mit Ihrer vorhandenen Hardware zu prüfen. Unsere Übersicht zeigt alle zertifizierten Anbieter und deren Betriebssystemanforderungen.

Besonderheit: Einige moderne Lösungen wie teemer, apollonia, claire oder charly wurden als Webapplikationen entwickelt. Diese können unabhängig vom Betriebssystem über jeden Browser genutzt werden, da alle Funktionen und Daten aus der Cloud abgerufen werden. Diese Systeme laufen sowohl auf Windows, macOS als auch iOS.

Programmname Hersteller Betriebssysteme Technische Anforderungen
teemer ARZ.dent GmbH Windows, MacOS, iOS Internetverbindung mit mind. 16Mbit/s, leistungsfähiger PC
apollonia / iDent Procedia GmbH Windows, MacOS, iOS Cloud-basiert, browserunabhängig
VISIdent BDV GmbH Windows, Linux-Server Windows 10-Professional, 8-Professional, 7, XP-Professional; mind. Prozessor i3/i5 mit 2/4 GB RAM
CGM Z1.PRO CompuGroup Medical Windows (8, 10) Mind. 2 GB RAM (Tablet), mind. 4 GB RAM (Einplatz)
ivoris Computer konkret AG Windows 8.1/10 Pro Verschiedene Versionen für Zahnärzte (dent), Kieferorthopäden (ortho) und Kliniken (clinic)
DS-WIN-PLUS Dampsoft GmbH Windows Einer der Marktführer mit großem Funktionsumfang
DENSoffice DENS GmbH Windows 7, 8.1, 10 Home-Variante nur für Einzelplatz-Systeme geeignet
dentport Dentport GmbH Windows und MacOS Flexibles System für beide Hauptbetriebssysteme
charly solutio GmbH & Co. KG Windows, MacOS, iOS Cloud-basierte Lösung mit Plattformunabhängigkeit
claire Zahnmedizinischer Rechner Windows, MacOS, iOS Moderne Cloud-Lösung mit flexiblem Zugriff

Quelle: KZBV-zertifizierte Praxisverwaltungssysteme, Stand: März 2025

Die aufgeführten Systeme basieren auf der offiziellen Herstellerliste der KZBV und erfüllen alle Pflichtvorgaben für zahnärztliche Praxisverwaltungssysteme.

Marktanteile der Zahnarztsoftware-Anbieter

Die Marktanteile der verschiedenen Zahnarztsoftware-Anbieter geben wichtige Hinweise darauf, welche Lösungen sich in der Praxis bewährt haben. Diese Daten werden jährlich von der KZBV veröffentlicht und spiegeln den Stand aus dem Geschäftsbericht 2019/2020 wider.

Marktführer im Bereich konservierend-chirurgische Abrechnung

Bei der konservierend-chirurgischen Abrechnung teilen sich zwei Anbieter den Löwenanteil von mehr als 55% des Marktes:

  1. DS-WIN-PLUS von Dampsoft
  2. Z1 von CompuGroup Medical

Marktführer im Bereich Kieferorthopädie

Im Fachbereich Kieferorthopädie dominieren drei Systeme mit zusammen fast 60% Marktanteil:

  1. ivoris von Computer konkret
  2. DS-WIN-PLUS von Dampsoft
  3. Z1 von CompuGroup Medical
marktanteile der zahnarztsoftware-anbieter

Bemerkenswert ist, dass neben den etablierten Softwaresystemen auch einige Zahnarztpraxen auf Individualsysteme setzen, die speziell für ihre Bedürfnisse entwickelt wurden.

Die steigenden Anforderungen durch Digitalisierung und gesetzliche Vorgaben stellen die Hersteller vor Herausforderungen. Besonders die verpflichtende Einführung der Telematikinfrastruktur zwingt zu regelmäßigen Updates. Im letzten Berichtsjahr mussten fünf Anbieter bzw. Produkte eingestellt werden, da sie mit diesen Anforderungen nicht mehr Schritt halten konnten.

Preisvergleich: Was kostet gute Zahnarztsoftware?

Die Preisgestaltung für Zahnarztsoftware ist oft intransparent, da viele Anbieter ihre Kosten nur auf direkte Anfrage bekannt geben. Die Gesamtkosten setzen sich typischerweise aus mehreren Komponenten zusammen:

  1. Einmalige Anschaffungskosten (Kaufpreis)
  2. Monatliche/jährliche Nutzungsgebühren
  3. Kosten für Support und Wartung
  4. Schulungskosten
  5. Eventuell Kosten für Programmerweiterungen

Im Durchschnitt liegen die einmaligen Anschaffungskosten zwischen 3.000 € und 5.500 € netto. Einzelplatzlizenzen sind dabei günstiger als Mehrplatzlizenzen. Für Wartung und Support fallen monatlich etwa 100 € an. Zusätzlich können Kosten für Schulungen (plus Anfahrtskosten) und Programmerweiterungen entstehen.

PVS-Hersteller Einmalkosten (netto) Laufende Kosten Inkludierte Arbeitsplätze
Dentrechner
  • Einplatzlizenz: 3.500 €
  • Mehrplatzlizenz < 5 Plätze: 3.850 €
  • Mehrplatzlizenz > 5 Plätze: 4.200 €
Update+Wartung: 925 €/Jahr (Einzelplatz), 975 €/Jahr (Mehrplatz) Je nach gewähltem Paket
Dentport 7.500 € Im Preis enthalten 5 Arbeitsplätze
Praxident A4 2.900 € Programmwartung inkl. Support: 117,56 €/Monat Unlimitierter Netzwerkeinsatz, inkl. 1 zusätzliche Abrechnungsnummer
dios ZX
  • dios zx Basic: 3.255 €
  • dios ZX Classic: 3.990 €
  • dios ZX Premium: 5.145 €
  • dios ZX KFO: 3.255 €
  • Basic: 83 €/Monat
  • Classic: 103 €/Monat
  • Premium: 131 €/Monat
  • KFO: 83 €/Monat
Abhängig vom gewählten Paket

Hinweis: Alle Preise sind Nettopreise und können sich je nach individuellen Anforderungen und Zusatzmodulen ändern. Stand: März 2025.

Ein wichtiger Preistipp: Falls möglich, ist eine jährliche Zahlung in der Regel günstiger als monatliche Zahlungen.

Beachten Sie beim Preisvergleich, dass die Software-Lizenzmodelle erheblich variieren können. Bei DENSoffice beispielsweise ist die Lizenz für eine Praxisstempelnummer/KZV-Nummer ausgelegt. Dieses Modell kann besonders für größere Praxisformen wie Gemeinschaftspraxen vorteilhaft sein, da der Preis auch bei Hinzukommen neuer Zahnärzte/Anwender gleich bleibt.

Kaufratgeber: Worauf beim Kauf achten?

Bei der Auswahl einer passenden Zahnarztsoftware sollten Sie die folgenden Faktoren berücksichtigen:

1. Hardware-Kompatibilität prüfen

Stellen Sie zunächst sicher, dass Ihre vorhandene oder geplante Hardware mit der gewünschten Software kompatibel ist. Die technischen Anforderungen finden Sie auf den Herstellerwebsites oder durch direkte Anfrage.

2. Funktionsumfang analysieren

Alle Systeme bieten Grundfunktionen wie Patientendaten-, Termin- und Abrechnungsmanagement. Je nach Fachbereich sollten Sie jedoch auf spezifische Funktionen achten. Manche Hersteller bieten eine universelle Software für Zahnärzte, Kieferorthopäden und MKG-Chirurgen an, andere haben spezialisierte Produkte für jeden Fachbereich (wie Z1.Pro von CompuGroup).

3. Schnittstellen zu Fremdsoftware beachten

Falls Sie bereits andere Software nutzen oder planen, diese einzuführen, prüfen Sie die Schnittstellenkompatibilität:

  • Digitale Anamnese (z.B. Idana): Erfordert GDT 2.1-Standard
  • Online-Terminkalender (z.B. Doctolib Pro): Sollte mit dem PVS synchronisierbar sein
  • Videosprechstunde: Kompatibilität mit der gewählten Lösung sicherstellen

4. Lizenzen an Praxisgröße anpassen

Berücksichtigen Sie die Anzahl der benötigten Arbeitsplätze. Einige Softwaremodelle eignen sich nur für Einzelpraxen mit einem Arbeitsplatz, andere sind speziell für Gemeinschaftspraxen oder Medizinische Versorgungszentren mit Mehrplatz-Lizenzen konzipiert.

5. Schulungs- und Umstellungsaufwand einkalkulieren

Der Wechsel zu einer neuen Software bedeutet immer einen Schulungsaufwand. Kalkulieren Sie diesen Zeitfaktor und die damit verbundenen Kosten ein. Fragen Sie nach Schulungsangeboten des Herstellers und deren Kosten.

6. Cloud- vs. lokale Lösungen abwägen

Webbasierte Lösungen bieten den Vorteil der Plattformunabhängigkeit und des Zugriffs von verschiedenen Geräten. Sie erfordern jedoch eine zuverlässige Internetverbindung. Lokale Installationen sind weniger abhängig von der Internetverbindung, erfordern aber meist spezifische Betriebssysteme.

7. Datensicherung und Datenschutz beachten

Achten Sie auf Funktionen zur automatischen Datensicherung und auf die Einhaltung der DSGVO. Bei Cloud-Lösungen sollten Sie sich über den Standort der Server informieren.

FAQ: Häufige Fragen zur Zahnarztsoftware

Welche Zahnarztsoftware hat den größten Marktanteil?

Im Bereich der konservierend-chirurgischen Abrechnung teilen sich DS-WIN-PLUS von Dampsoft und Z1 von CompuGroup Medical den größten Marktanteil mit zusammen über 55%.

Kann ich eine Zahnarztsoftware auf Apple-Geräten nutzen?

Ja, einige moderne Lösungen wie teemer, apollonia, claire oder charly funktionieren als webbasierte Anwendungen auf allen Betriebssystemen, einschließlich macOS und iOS.

Wie hoch sind die durchschnittlichen Kosten für eine Zahnarztsoftware?

Die einmaligen Anschaffungskosten liegen durchschnittlich zwischen 3.000 € und 5.500 € netto. Hinzu kommen monatliche Kosten für Wartung und Support von etwa 100 €.

Ist ein Wechsel der Zahnarztsoftware kompliziert?

Ein Softwarewechsel sollte gut geplant werden, da Risiken wie Datenverlust bestehen können. Achten Sie auf Übernahmeservices der Anbieter und planen Sie ausreichend Zeit für Schulungen ein.

Welche Software eignet sich am besten für Kieferorthopäden?

Im Bereich Kieferorthopädie dominieren ivoris von Computer konkret, DS-WIN-PLUS von Dampsoft und Z1 von CompuGroup Medical den Markt. Diese Systeme bieten spezialisierte Funktionen für Kieferorthopäden.

Muss meine Zahnarztsoftware die Telematikinfrastruktur unterstützen?

Ja, aufgrund gesetzlicher Vorgaben muss jede aktuelle Zahnarztsoftware mit der Telematikinfrastruktur kompatibel sein, um beispielsweise das E-Rezept verarbeiten zu können.

Wie wichtig sind regelmäßige Updates?

Sehr wichtig – Updates halten Ihre Software nicht nur sicher, sondern gewährleisten auch die Kompatibilität mit neuen gesetzlichen Anforderungen und technischen Entwicklungen.

Fazit: Die richtige Entscheidung treffen

Die Wahl der passenden Zahnarztsoftware ist eine wichtige strategische Entscheidung für jede Zahnarztpraxis. Die richtige Software kann Arbeitsabläufe deutlich optimieren, während eine falsche Wahl zu Frustration und Ineffizienz führen kann.

Bei der Entscheidungsfindung sollten Sie neben den Kosten vor allem die folgenden Aspekte berücksichtigen:

  • Kompatibilität mit vorhandener Hardware
  • Passender Funktionsumfang für Ihren Fachbereich
  • Benutzerfreundlichkeit und intuitive Bedienung
  • Qualität des Kundensupports
  • Regelmäßige Updates und Weiterentwicklung

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für diese Entscheidung und nutzen Sie Testversionen oder Demotermine, um die Software vor dem Kauf kennenzulernen. Sprechen Sie auch mit Kollegen über deren Erfahrungen mit verschiedenen Systemen.

Die Marktanteile können ein guter Indikator für die Zufriedenheit sein, sollten aber nicht das alleinige Entscheidungskriterium darstellen. Letztendlich muss die Software zu den individuellen Anforderungen Ihrer Praxis passen und Ihre spezifischen Arbeitsabläufe optimal unterstützen.

Key Takeaways

  • Die Wahl der richtigen Zahnarztsoftware hängt von Ihren individuellen Praxisanforderungen ab.
  • Führende Systeme am Markt sind DS-WIN-PLUS (Dampsoft), Z1 (CompuGroup) und ivoris (Computer konkret).
  • Die Kosten setzen sich aus Anschaffungs-, Wartungs- und Schulungskosten zusammen.
  • Webbasierte Lösungen bieten Plattformunabhängigkeit, erfordern aber eine stabile Internetverbindung.
  • Überprüfen Sie vor dem Kauf die Kompatibilität mit Ihrer Hardware und anderen genutzten Softwarelösungen.
  • Ein Softwarewechsel sollte gut geplant werden, um Datenverluste zu vermeiden.
  • Die KZBV-Zertifizierung ist ein Muss für jede professionelle Zahnarztpraxis-Software.

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